Die Erfolgskontrolle

Monitoring für alle drei Zielarten

Das Monitoring ermöglicht, die Maßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls schon während des Projekts zu korrigieren.

Zu Beginn des Projekts werden Voruntersuchungen in den Gebieten durchgeführt, von denen nicht ausreichend Daten vorliegen. Am Ende des Projekts werden die optimierten bzw. neu angelegten Gewässer untersucht, um festzustellen, ob diese bereits durch die Zielarten genutzt werden. Zwischendurch werden an 30 Stellen Sichtbeobachtungen und Ruf-Kontrollen ein bis zwei Jahre nach einer Maßnahmenumsetzung durchgeführt.

Gelbbauchunken-Monitoring

Soweit möglich soll bei dem Monitoring festgestellt werden, wo wie viele Tiere von welcher Art vorkommen. Bei der Gelbbauchunke kann über eine Fang-Wiederfang-Untersuchung die Größe einer Population abgeschätzt werden. Mit dieser Methode werden die Gelbbauchunken individuell erfasst Das Ergebnis zeigt auch, ob und wie viele Tiere in Gebiete abwandern, in denen neue Gewässer angelegt wurden.

Art vorhanden - ja oder nein?

Bei der qualitativen Erfassung Kreuzkröten und Geburtshelferkröten werden Gewässer und deren Umgebung möglichst einmal pro Jahr auf Larven und Adulte abgesucht. Außerdem werden Rufer registriert, zum einen bei Ortsterminen und zum anderen über Horchboxen. Als weitere Nachweismethode kommt die Environmental DNA (eDNA) Methode zum Einsatz. Wasserproben werden aus potentiellen Amphibiengewässern entnommen und diese auf DNA-Spuren der Zielarten hin untersucht. Diese Methode bietet den Vorteil, dass Tiere nachgewiesen werden können, die weder gesichtet noch gehört wurden.

Wie entwickelt sich ein Bestand?

Ein rein qualitativer Nachweis der Kreuzkröte und der Geburtshelferkröte lässt, vor allem bei bekannten Vorkommen, keine Rückschlüsse über die Entwicklung der Populationen zu. Deshalb werden ausgewählte Gebieten halbquantitativ vor und nach Umsetzung von Maßnahmen untersucht. Die Erfassung erfolgt mittels Verhören, Sichtbeobachtung und z. T. Reusen.

Gelbbauchunken-MonitoringAnhand von Hautabstrichen wird untersucht, ob das Tier von dem Pilz "B sal" befallen ist.© Biologische Station StädteRegion Aachen e.V.
Gelbbauchunken-MonitoringBei der Erfassung werden die Tiere auch vermessen.© Biologische Station StädteRegion Aachen e.V.