Neue Amphibiengewässer im Naturschutzgebiet Schlangenberg sollen bedrohte Arten fördern

Biologische Station der StädteRegion Aachen setzt Maßnahmen im Rahmen des Projekts „LIFE-Amphibienverbund“ fort

Die Biologische Station StädteRegion Aachen e.V. legt im Spätsommer im Naturschutzgebiet Schlangenberg neue Gewässer für bedrohte Amphibienarten an. Die Arbeiten sind Teil des EU-geförderten Projekts „LIFE-Amphibienverbund“, das zum Ziel hat, die Lebensräume seltener Amphibien zu schützen und miteinander zu vernetzen. Die Stadt Stolberg unterstützt die Umsetzung der Maßnahmen mit der dauerhaften Breitstellung der Flächen.

Im Mittelpunkt stehen die Geburtshelferkröte und die Gelbbauchunke. Beide Arten stehen auf der Roten Liste Deutschlands und gelten als stark gefährdet. Die Gelbbauchunke ist in NRW sogar vom Aussterben bedroht.

Früher befand sich am Schlangenberg das größte Vorkommen der Gelbbauchunke in der StädteRegion Aachen. Mit dem Ende der militärischen Nutzung des Geländes in den 1980er Jahren gingen viele Laichgewässer verloren, sodass die Art hier verschwand.

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SchlangenbergDie offenen Bereiche des Schlangenbergs stellen geeignete Landlebensräume für Gelbbauchunke und Geburtshelferkröte dar.© Biologische Station StädteRegion Aachen e.V.

Neue Laichgewässer für bedrohte Gelbbauchunke im Gedautal

Im Gedautal in Stolberg-Münsterbusch werden in den kommenden Wochen Maßnahmen zur Schaffung neuer Lebensräume für die gefährdete Gelbbauchunke und andere Amphibien durchgeführt. Bestehende künstliche Gewässer werden durch neue ersetzt. Anschließend werden auch im nahe gelegenen Naturschutzgebiet „Tatternsteine mit Talaue“ Kleingewässer angelegt. Diese sollen als Trittsteinbiotop dienen und die getrennt voneinander liegenden Lebensräume der Gelbbauchunke miteinander verbinden. Die Arbeiten sind Teil des Projekts „LIFE-Amphibienverbund“ der Biologischen Station StädteRegion Aachen e.V.

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Die GelbbauchunkeDie Gelbbauchunke war früher rund um Stolberg und im Eschweiler Stadtwald häufig. Aktuell kommt sie nur noch in wenigen Schutzgebieten und Steinbrüchen vor. © Biologische Station Oberberg e.V.